R36 Ultra oder R36S: der Vergleich

R36H · Weiß · Inszeniertes Motiv

R36 Ultra vs. R36S: gleicher RK3326-Chip und gleich viel Arbeitsspeicher (1 GB), also dieselben Spiele und dieselben Grenzen. Die Ultra bringt 2,4-GHz-WLAN und ein größeres Display mit: quadratisch mit 4″ bei der Ultra, 4:3 mit 4,5″ bei der Ultra X. Nur die Ultra X zeigt Retro-Spiele im 4:3-Format wirklich größer.

Vergleich anhand der angegebenen technischen Daten, ohne Leistungstest im Labor.

Gleicher Chip: Ein größeres Display macht die Konsole nicht schneller

R36S, R36 Ultra und R36 Ultra X laufen alle drei mit einem Rockchip RK3326 und 1 GB Arbeitsspeicher. Dieser Chip entscheidet, was läuft, nicht die Displaygröße.

Die Folge: Kein Spiel läuft auf der Ultra besser. 8- und 16-Bit-Konsolen, Game Boy Advance und PlayStation laufen auf allen dreien gut. Nintendo 64, PSP, Dreamcast und Saturn laufen nur teilweise, je nach Spiel. PlayStation 2 und GameCube laufen auf keiner der drei. Die auf der R36S getesteten Kompatibilitätslisten dürften laut handhelds.wiki auf seiner Seite zur R36 Ultra übrigens für jedes Gerät mit RK3326 gelten.

Auch die Kartenkapazität, 64 oder 128 GB, ändert nichts an der Leistung: Sie ändert nur den verfügbaren Platz. Was du bei der Ultra mehr bezahlst, sind Display und WLAN.

R36 Ultra vs. R36S: die Tabelle

R36S, R36 Ultra und R36 Ultra X: angegebene technische Daten
Technische DatenR36SR36 UltraR36 Ultra X
Display3,5″ IPS4″ IPS, laminiert4,5″
Seitenverhältnis4:31:1 (quadratisch)4:3
Auflösung640 × 480720 × 7201024 × 768
ChipRK3326RK3326RK3326
Arbeitsspeicher1 GB1 GB1 GB
Akkumeist 3.000 oder 3.200 mAh je nach Charge3.000 mAh4.000 mAh
WLAN integriertNeinJa, 2,4 GHzJa, 2,4 GHz
Mitgelieferte Karte64 oder 128 GB64 oder 128 GB64 oder 128 GB
Preis bei unsab 69,99 €79,99 € / 89,99 €89,99 € / 99,99 €

Keines der drei Modelle hat laut Angaben einen TV-Ausgang oder Bluetooth, und keines hat einen Touchscreen. Für die Ultra X nennen wir keinen internen Speicher: Die Quellen widersprechen sich.

Das quadratische Display der Ultra 4″: schärfer, kaum größer

Auf dem Papier misst das Panel der Ultra 4″ etwa 72 × 72 mm, gegenüber 71 × 53 mm bei der R36S. Aber schau auf die Breite: Sie ist fast gleich. Das quadratische Display gewinnt an Höhe, nicht an Breite.

Die meisten Retro-Spiele für Heimkonsolen sind aber im 4:3-Format: NES, Super Nintendo, Mega Drive, PlayStation. Ohne Strecken behalten sie ihre Proportionen und lassen oben und unten einen Balken frei. Rechnerisch ist das Bild etwa 2 % größer als auf der R36S, hat aber etwa 27 % mehr Pixel: Es ist schärfer, nicht größer.

Deutlich wird der Gewinn bei Handhelds mit fast quadratischem Format wie Game Boy und Game Boy Color: etwa 47 % mehr Fläche als auf der R36S.

Die Ultra X dagegen bleibt beim 4:3-Format. Ihre 4,5″ bringen bei einem 4:3-Spiel etwa 65 % mehr Fläche als die R36S und 2,56-mal so viele Pixel. Sie ist das einzige der drei Modelle, das deine Heimkonsolen-Spiele spürbar größer zeigt.

R36 Ultra oder Ultra X: Welche wählen?

Die Ultra 4″ hat ein quadratisches Display mit 720 × 720 Pixeln und einen Akku mit 3.000 mAh. Die Ultra X hat laut Lieferant ein 4:3-Display mit 4,5″ und 1024 × 768 Pixeln sowie einen Akku mit 4.000 mAh. Bei einem 4:3-Spiel ist das Bild auf der Ultra X etwa 62 % größer als auf der Ultra 4″. Der Prozessor bleibt derselbe.

Nimm die Ultra 4″, wenn du weniger ausgeben willst: Bei gleicher Kapazität kostet sie 10 € weniger als die Ultra X, mit demselben WLAN. Nimm die Ultra X, wenn du vor allem Heimkonsolen-Spiele in 4:3 spielst oder dir ein größerer Akku wichtig ist. Beide Versionen findest du auf derselben Produktseite: die R36 Ultra mit 4″ oder als Ultra X mit 4,5″, von 79,99 € bis 99,99 € je nach Größe und Karte.

Integriertes WLAN: was es kann und was nicht

Beide Ultra haben integriertes 2,4-GHz-WLAN. Prüfe, ob dein Router ein 2,4-GHz-Netz ausstrahlt.

Damit überträgst du Dateien, ohne die Karte herauszunehmen, machst System-Updates, lädst Cover und nutzt RetroAchievements oder PortMaster. Diese Funktionen hängen vom installierten System ab.

Online spielen wie auf einer modernen Konsole kannst du damit nicht. Das Netzwerkspiel von RetroArch gibt es im lokalen Netz, laut veröffentlichten Tests funktioniert es aber unterschiedlich gut. Und das WLAN liefert keine Spiele.

Die R36S hat kein integriertes WLAN. Ein kompatibler USB-WLAN-Stick am OTG-Anschluss mit Adapter kann es je nach System nachrüsten. Wenn du deine Spiele einmal aufspielst, brauchst du es nicht.

Ein Modell aus der K36-Klonfamilie: was das bedeutet

Die R36 Ultra ist keine veränderte R36S. Sie ist ein anderes Modell eines anderen Herstellers, mit eigenem Namen. handhelds.wiki ordnet sie der Familie der „EmuELEC/K36-Klone“ zu. Klon heißt nicht Fälschung: So nennt die Community diese Konsolen, die der R36S ähneln.

Der Unterschied zeigt sich vor allem, wenn du das System wechseln willst. Images für die originale R36S sind nicht für sie gedacht. Für die Ultra gibt es Community-Systeme: ArkOS4Clone, dArkOSRE in der Beta, ROCKNIX in einer experimentellen Version für Klone. Bewahre vor jedem Versuch immer die Originalkarte auf. Unser Ratgeber, um eine originale R36S von einem Klon zu unterscheiden, erklärt diese Familien im Detail.

Wenn du das mitgelieferte System behältst, ändert das im Alltag nichts.

R36S, Ultra oder Ultra X: für wen?

  • Die R36S, wenn das Budget zählt, wenn du vor allem in 4:3 auf einem kompakten Gerät spielst oder das Modell willst, das von alternativen Systemen am besten unterstützt wird. Sie ist ab 69,99 € erhältlich.
  • Die R36 Ultra 4″, wenn du integriertes WLAN zum niedrigeren Preis der beiden Ultra willst, ein schärferes Bild als auf der R36S und etwa 47 % größere Game-Boy-Spiele.
  • Die R36 Ultra X, wenn du ein wirklich größeres 4:3-Bild und den größten Akku der drei willst.
  • Die R36H, wenn dich eher die Handhabung stört als das Display: dasselbe Display wie bei der R36S in einem Gehäuse im Querformat. Siehe unseren Vergleich R36H oder R36S.

Häufige Fragen

Welche ist besser, R36S oder R36 Ultra?

Beim Spielen ist keine besser: gleicher Chip, gleiche Grenzen. Die R36S ist die günstigste und wird von alternativen Systemen am besten unterstützt. Die Ultra bringt WLAN und ein schärferes quadratisches Display. Für ein größeres 4:3-Bild ist es die Ultra X.

Ist die R36 Ultra besser als die R36S?

Nicht bei der Leistung: RK3326 und 1 GB Arbeitsspeicher bei beiden. Besser ist sie beim Display, das schärfer ist, und beim integrierten WLAN. Ihr Akku mit 3.000 mAh ist mit dem der R36S vergleichbar.

Was sagen Tests zur R36 Ultra?

Wir kennen keinen vollständigen unabhängigen Test der R36 Ultra. Dokumentierte Stärken: quadratisches, laminiertes Display mit 720 × 720, 2,4-GHz-WLAN, Sticks mit RGB-Beleuchtung und dieselben Listen getesteter Spiele wie bei der R36S. Dokumentierte Grenzen: Balken bei 4:3-Spielen, Mono-Lautsprecher und alternative Systeme, die oft in der Beta oder experimentell sind. handhelds.wiki zählt sie zu den EmuELEC/K36-Klonen und nicht zu den Alternativen zur R36S, die es empfiehlt.

R36 Max oder R36 Ultra: Welche nehmen?

Gleiches quadratisches 4″-Display und gleicher Chip. Die Ultra hat integriertes WLAN und 3.000 mAh. Die R36 Max, ab 74,99 €, hat kein WLAN, dafür einen Akku mit 4.000 mAh und einen doppelten Griff auf der Rückseite.

Hat die R36 Ultra WLAN?

Ja, beide Versionen, mit 2,4 GHz. Es dient für Übertragungen, Updates und Cover, nicht zum Online-Spielen.

Sind „R36S Ultra“ und „R36 Ultra“ dieselbe Konsole?

Ja: Der Lieferant verwendet beide Namen für dasselbe 4″-Modell. Es ist keine R36S: Prüfe immer die angegebene Displaygröße, 4″ quadratisch oder 4,5″ bei der Ultra X.

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